TERRAM Geozellen stabilisieren Schütt- und Füllmaterial innerhalb einer dreidimensionalen Zellstruktur. Dadurch entstehen hoch belastbare, formstabile Tragschichten für Straßen, Wege, Zufahrten und Arbeitsflächen – auch auf wenig tragfähigem Untergrund. Die lastverteilende Bauweise ermöglicht geringere Aufbauhöhen, reduziert Erdbewegungen und senkt den Bedarf an Schüttmaterial.
TERRAM Geozellen: Tragschichtbewehrung für Straßen, Wege und Bauflächen
Wie stabilisieren TERRAM Geozellen eine Tragschicht?
Lastverteilung und Setzungsverhalten
Bei herkömmlichen ungebundenen Tragschichten kann das Schüttmaterial unter wiederholten Rad- und Punktlasten seitlich ausweichen. Besonders auf wenig tragfähigem Untergrund entstehen dadurch Verformungen, Spurrinnen und ungleichmäßige Setzungen.
TERRAM Geozellen schließen das eingebrachte Füllmaterial in einer dreidimensionalen Wabenstruktur ein. Die Zellwände begrenzen dessen seitliche Bewegung und nehmen die dabei entstehenden Zugkräfte auf. Zusammen mit dem passiven Erdwiderstand der angrenzenden Zellen entsteht ein formstabiles Verbundsystem aus Geozellen und Füllmaterial. Einwirkende Vertikallasten werden dadurch großflächiger innerhalb der Tragschicht verteilt. Lokale Belastungsspitzen auf dem Untergrund nehmen ab, während Tragfähigkeit und Formstabilität des Gesamtaufbaus steigen. Gleichzeitig werden bleibende Verformungen gegenüber einer vergleichbaren unbewehrten Schicht reduziert.
Mit TERRAM Geozellen lassen sich Baustraßen und Bauflächen bereits mit einer Tragschichtdicke von etwa 20 cm realisieren. Die Zellstruktur stabilisiert den eingebrachten Schotter und verhindert weitgehend dessen seitliches Ausweichen unter Radlasten. Dadurch werden Vertikalspannungen gleichmäßiger verteilt, Setzungen deutlich verringert und der Materialbedarf reduziert. Zudem können die Geozellen vollständig zurückgebaut und anschließend wiederverwendet werden.
Die Werte stellen das Verhalten eines beispielhaften Bodens bei ≥ 10.000 Überfahrungen auf 22/20 Geozellen dar.
Je nach Untergrund, Oberbau und Geozellenausführung kann der Gesamtaufbau gegenüber konventionellen Bauweisen deutlich reduziert werden. Die konkrete Dimensionierung erfolgt projektspezifisch.
Vergleich zur konventionellen Bauweise
Geringere Aufbauhöhe bei hoher Belastbarkeit
Konventionelle Tragschichten benötigen auf wenig tragfähigem Baugrund häufig eine große Schichtdicke, um Verkehrs- und Baulasten sicher abzutragen. Das führt zu tieferem Aushub, einem hohen Bedarf an Schotter und zusätzlichen Transportbewegungen.
Durch die räumliche Stabilisierung des Füllmaterials können TERRAM Geozellen die erforderliche Tragwirkung bereits bei einer geringeren Schichtdicke erreichen. Wie stark sich der Aufbau tatsächlich reduzieren lässt, hängt verschiedenen örtlichen Faktoren ab. Für eine genaue Einschätzung kontaktieren Sie uns gern mit Daten und Details zu Ihrem Projekt.
Klassische Tragschicht | Geozellenbewehrte Tragschicht |
| Aufbauhöhe von ~60cm mit tiefen Aushub und hohen Materialverbrauch | Reduzierter Aufbau von ~20cm zzgl. Überbau möglich |
| Höherer Schüttgutbedarf | ca. 70% weniger Schüttgutbedarf und Möglichkeit zur Verwendung des vorhandenen Erdmaterials |
| Stärkere seitliche Materialverlagerung | Füllmaterial wird seitlich räumlich eingeschlossen |
| Höheres Risiko zu lokalen Setzungen | Gleichmäßige Lastenverteilung und erheblich geringere Setzungen |
| Mehr Aushub, Transporte und Arbeitsaufwendungen | Geringe Erdbewegungen |
Wo werden TERRAM Geozellen als Tragschicht eingesetzt?
TERRAM Geozellen eignen sich für permanente und temporäre Flächen, bei denen hohe Lasten aufgenommen, wenig tragfähige Böden stabilisiert oder Aufbauhöhen begrenzt werden müssen.
Planung und Beratung: Erdbewehrung mit TERRAM Geozellen
Tragschicht projektspezifisch dimensionieren
Die erforderliche Geozellenausführung lässt sich nicht allein anhand der späteren Nutzung bestimmen. Bodenkennwerte, Verkehrsbelastung, Aufbauhöhe, Füllmaterial und Oberbau wirken als Gesamtsystem zusammen.
EcoTrade unterstützt Planungsbüros, Kommunen und ausführende Unternehmen bei der Auswahl und Dimensionierung der TERRAM Geozellen. Auf Grundlage der Projektbedingungen kann ein technisch und wirtschaftlich geeigneter Aufbau entwickelt werden.
Häufig gestellte Fragen zu TERRAM Geozellen als Tragschichtbewehrung
Bei einer Tragschichtbewehrung werden TERRAM Geozellen flächig ausgelegt, aufgespannt und mit geeignetem Füllmaterial verfüllt. Die dreidimensionale Zellstruktur stabilisiert das Material und begrenzt dessen seitliches Ausweichen. So entsteht eine formstabile und lastverteilende Tragschicht.
Die Zellwände schließen das Füllmaterial räumlich ein und nehmen die unter Belastung entstehenden Kräfte auf. Dadurch werden Verkehrs- und Punktlasten großflächiger verteilt und lokale Belastungsspitzen auf dem Untergrund reduziert. Das kann Verformungen, Spurrinnen und ungleichmäßige Setzungen vermindern.
TERRAM Geozellen können unter anderem für Straßen und Verkehrswege, Baustraßen, Baustellenzufahrten, Arbeitsplattformen, Kranstellflächen, Parkplätze, Feuerwehrzufahrten sowie Rad- und Wirtschaftswege eingesetzt werden. Sie eignen sich sowohl für permanente als auch für temporäre Flächen.
Ja, die Stabilisierung wenig tragfähiger Böden ist ein typischer Anwendungsbereich. Die Geozellen verteilen einwirkende Lasten innerhalb der bewehrten Tragschicht und reduzieren die punktuelle Beanspruchung des Untergrundes. Die konkrete Ausführung muss jedoch anhand der Bodenkennwerte und der erwarteten Belastung dimensioniert werden.
Durch die Stabilisierung des Füllmaterials kann gegenüber einer vergleichbaren unbewehrten Bauweise häufig eine geringere Tragschichtdicke mit TERRAM Geozellen realisiert werden. Wie stark der Aufbau reduziert werden kann, hängt unter anderem von der Tragfähigkeit des Untergrundes, den Verkehrslasten, dem Füllmaterial, der Zellhöhe und dem vorgesehenen Oberbau ab.
Je nach geplantem Aufbau und Nutzen empfehlen wir grobkörnigen Schotter, wie etwa ein qualifizierte 0/32 Mineralgemisch oder den vorhandenen Boden. Das Material muss die projektspezifischen Anforderungen an Tragfähigkeit, Verdichtbarkeit, Wasserdurchlässigkeit und gegebenenfalls Frostsicherheit erfüllen. Seine Eignung sollte vor dem Einbau fachlich geprüft werden.
Zunächst werden der Untergrund geprüft und ein höhengerechtes Planum hergestellt. Anschließend werden die Geozellenpaneele ausgelegt, aufgespannt und gegen Verschieben gesichert. Danach erfolgt die gleichmäßige Verfüllung und Verdichtung. Abhängig von der Nutzung kann darüber eine Deckschicht, Pflasterfläche oder ein anderer Oberbau hergestellt werden.
Die textilen Zellwände der TERRAM Geozellen sind wasserdurchlässig. In Kombination mit einem geeigneten Füllmaterial und Oberbau kann deshalb eine versickerungsfähige Konstruktion entstehen. Ob die gesamte Fläche wasserdurchlässig ist, hängt jedoch vom vollständigen Schichtenaufbau und den örtlichen Bodenverhältnissen ab.
Ja. Geozellen eignen sich für temporäre Baustraßen, Baustellenzufahrten und Arbeitsflächen. Nach Abschluss der Baumaßnahme kann der Aufbau zurückgebaut werden. Eine Wiederverwendung der Geozellen ist grundsätzlich möglich, sofern die Elemente beim Ausbau nicht beschädigt wurden und ihr Zustand einen erneuten Einsatz erlaubt.
Die Dimensionierung richtet sich nach der Tragfähigkeit des Untergrundes, der Art und Häufigkeit der Belastung, der verfügbaren Aufbauhöhe, dem Füllmaterial, der Entwässerung sowie dem vorgesehenen Oberbau. Pauschale Aufbauhöhen sind daher nicht für jedes Projekt übertragbar. EcoTrade Leipzig unterstützt bei der Auswahl der Geozellen und der projektspezifischen Dimensionierung.
Eine geringere Aufbauhöhe kann den Bedarf an Aushub, Schüttmaterial und Transporten reduzieren. Hinzu kommen die kompakte Anlieferung und der vergleichsweise schnelle Einbau der Geozellenpaneele. Die tatsächliche Einsparung ist von den jeweiligen Boden-, Belastungs- und Baustellenbedingungen abhängig.