Nachhaltigkeitsstrategien im öffentlichen Grün
Langlebige Materialien und moderne Stadtmöbel
Städte sind Lebensräume für Menschen und Natur. Um diese Balance langfristig zu sichern, müssen Kommunen bei der Planung von Grünflächen nachhaltige Konzepte umsetzen. Neben der Auswahl robuster Materialien sind der Schutz von Bäumen, der Erhalt natürlicher Bodenfunktionen und ein effizientes Wassermanagement von zentraler Bedeutung. Im Folgenden werden vier bewährte Nachhaltigkeitsstrategien vorgestellt, die sich in der Praxis etabliert haben.
Schutz sensibler Wurzelräume und Erhalt des Stadtgrüns
Bäume sind für ein gesundes Stadtklima essenziell. In der Stadt leiden sie jedoch häufig unter mechanischen Belastungen, die vor allem durch Verkehrswege verursacht werden. In der Praxis führt dies oftmals dazu, dass im Rahmen von Sanierungen Bestandsgrün gefällt wird. Denn Wurzelschäden, die durch hohe mechanische Belastungen bei der infrastrukturellen Nutzung entstehen, sind bei traditionellen Bauweisen kostenintensiv und aufwendig in der Umsetzung.
Die Baukosten einer geotextilen Wurzelbrücke aus TERRAM Geozellen sind aufgrund des Materials, der Menge des nötigen Füllmaterials und des niedrigen Arbeitsaufwands beim Einbau kostengünstiger als die Modelle aus Stahl und stellen somit in der Praxis oft eine budgetfreundliche Lösung dar. Ebenso wird der Eingriff in den Wurzelraum minimiert, wodurch das Wurzelwerk geschont wird.
Mehrwert schaffen mit Recyclingkunststoff
Moderne Stadtmöbel aus Recyclingkunststoffen bestehen aus wiederverwerteten Materialien und zeichnen sich durch eine hohe Widerstandsfähigkeit aus. Sie sind witterungsbeständig, splitterfrei und benötigen kaum Pflege. Durch den Einsatz dieser Materialien wird der Verbrauch von Primärrohstoffen reduziert und kommunale Nachhaltigkeitsziele unterstützt. Gleichzeitig überzeugen die Möbel durch ein zeitgemäßes Design für Parks, Schulhöfe und öffentliche Plätze.
hanit® Recyclingkunststoff bietet viele positive Materialeigenschaften, die ihn zu einer geeigneten Alternative zu WPC oder Holz machen: Langlebigkeit, Vielseitigkeit, einfache Bearbeitung und höchste Wetterbeständigkeit bei minimalem Pflegeaufwand. In unserer heutigen Welt sind eine Reduzierung von Abfällen und geschlossene Produktkreisläufe unersetzlich. Mit hanit® Recyclingkunststoff erhalten bereits verbrauchte Ressourcen ein neues Leben mit echtem Mehrwert. Jährlich werden 65.000 Tonnen hanit® aus Kunststoffabfall gefertigt, der sonst in unserer Umwelt landen oder verbrannt werden würde. Durch diese nachhaltige Produktion und Ressourcenschonung hat sich das Material das Umweltzeichen „Der Blaue Engel” verdient.
Versiegelungsfreie Böden für ein besseres Stadtklima
Versiegelungsfreie Bodensysteme ermöglichen die Versickerung von Regenwasser und verhindern so die Bildung von Staunässe. Der Boden bleibt luft- und wasserdurchlässig, was das Pflanzenwachstum unterstützt. Egal, ob es sich um Wege, Feuerwehrzufahrten oder Aufenthaltsflächen handelt. Diese Systeme verbinden Stabilität mit ökologischen Vorteilen und entlasten die Kanalisation.
Insbesondere im Rahmen des Parkraummanagements in urbanen Regionen spielen versiegelungsfreie Böden eine große Rolle bei der nachhaltigen Stadtgestaltung. Durch versiegelungsfreie Parkflächen wird die Flächenversiegelung eingedämmt und dem Hitzeinseleffekt entgegengewirkt. Zudem wird die Infrastruktur durch hochbelastbare Flächen gesichert.
Neben Rasengittern, wie dem TERRAM GrassProtecta für besonders naturnahe, belastbare Rasenflächen oder dem TERRAM BodPave 85 für hochbelastbare Rettungswege, sind auch Ökopflaster eine Lösung für versiegelungsfreie Böden. Im Unterschied zu klassischen, versiegelnden Belägen bleibt die Fläche bei Ökopflaster wasserdurchlässig. Niederschläge versickern so direkt im Boden, ohne über die Kanalisation abgeleitet zu werden.
Trockenperioden entgegenwirken mit Wasserspeichern
Gerade in Zeiten zunehmender Hitzeperioden leisten Wasserspeicher und smarte Bewässerungsmethoden einen wichtigen Beitrag zur Sicherung gesunder Grünflächen und zur Anpassung an den Klimawandel. Das Prinzip ist simpel, aber effektiv: Die Wasserspeicher werden im Wurzelbereich platziert und sammeln Niederschläge, die sie bedarfsgerecht an die Pflanzen abgeben. Dadurch wird Trockenstress reduziert und zusätzlicher Bewässerungsaufwand gespart.
Das Ziel von Wasserspeichern besteht darin, die natürliche Vegetation in städtischen Ökosystemen zu fördern. Diese Idee ist Teil des Schwammstadt-Konzeptes, bei dem Regenwasser in der Stadtplanung aufgenommen, gespeichert und zeitverzögert wieder abgegeben wird.
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