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TERRAM Geozellen Wurzelbrücke: Wurzelschutz im Wegebau

TERRAM
Stadtpark mit Detailaufnahme Geozellen

Wurzelschonendes Bauen mit TERRAM Geozellen: im Überblick

Naturnahe Bauweise

Durch die Vermeidung von invasiven Baumaßnahmen können CO₂-Emissionen verringert werden.

Wurzelschutz bei hohen Belastungen

Die Wurzelbrücke mit TERRAM Geozellen bietet Schutz für Belastungen nach SLW 60.

Effektive Logistik

Geozellenpaneele werden platzsparend und stapelbar auf Einwegpaletten geliefert. Eine Palette trägt 270-300m² (je nach Paneelgröße).

Versiegelungsfrei

Die textilen TERRAM Geozellen sind zu 100% versiegelungsfrei mit wasserdurchlässigen Oberbau.

Ressourcenschonend Bauen

Mit dieser Bauweise können 70% Materialeinsatz gespart werden. Ebenso wird die Bauzeit verkürzt durch einen einfachen Einbau.

Einsparung Baukosten

Durch den geringen Materialbedarf und Bauzeit können die gesamten Baukosten minimiert werden.

Wieso TERRAM Geozellen als alternative Bauweise einsetzen?

Wirkweise und Setzungsverhalten

In Kommunen und Städten sind Bäume oft die Leidtragenden, wenn es darum geht, die Infrastruktur auszubauen oder Straßen zu sanieren. Oft wird Bestandsgrün gefällt, da ein ausreichender Schutz bautechnisch nicht umsetzbar oder schlichtweg nicht wirtschaftlich ist - das muss aber nicht sein. Die TERRAM Geozellen als naturschonende Bauweise zeigt, dass es nicht schwer sein muss den Umweltschutz mit Infrastruktur in Einklang zu bringen.

Neben wirtschaftlichen Vorteilen wie geringe Anschaffungs-, Material- und Baukosten bieten die TERRAM Geozellen als Wurzelbrücke auch technische Vorteile. Die vertikalen Druckbelastungen von Verkehrsbewegungen auf eine mit TERRAM Geozellen bewährte Wurzelbrücke werden horizontal abgetragen. Die Zellwände verhindern dabei das seitliche Ausweichung des Füllbodens, wodurch Ringzugkräfte sowie der passive Erdwiderstand der angrenzenden Zellen die Formsteifigkeit und Tragfähigkeit des Gesamtsystems erheblich erhöhen. Auf diese Weise entsteht ein kohäsiv wirkendes Verbundsystem aus Füllboden und Geozellen, dessen Steifigkeit nach statischen Berechnungen etwa doppelt so hoch ist wie die einer unbewehrten Tragschicht.

Wirkweise Geozellen als Tragschicht

Herkömmliche temporäre Baustraßen aus rund 30 cm verdichtetem Schotter neigen unter regelmäßiger Belastung durch schwere Fahrzeuge zu seitlichen Materialverlagerungen, Verformungen und Setzungen im Untergrund, wodurch insbesondere im Bereich von Bestandsgrün Wurzelräume verdichtet und Baumwurzeln geschädigt werden können. Der ergänzende Einsatz schwerer Stahlplatten erhöht zwar die Formsteifigkeit, ist aufgrund begrenzter Verfügbarkeit und aufwendiger Logistik jedoch häufig wenig praktikabel. Mit TERRAM Geozellen können vergleichbare Baustraßen und Bauflächen bereits mit einer Aufbauhöhe von etwa 20 cm hergestellt werden, da der Schotter innerhalb der Zellstruktur fixiert und seitliche Verformungen unter Radlasten weitgehend vermieden werden. Dadurch werden Vertikalspannungen großflächiger verteilt, Setzungen erheblich reduziert, Baumaterial eingespart und zugleich ein vollständiger Rückbau sowie eine Wiederverwendung der Geozellen-Elemente ermöglicht.

Je nach Untergrund, Oberbau und Geozellenausführung kann der Gesamtaufbau gegenüber konventionellen Bauweisen deutlich reduziert werden. Die konkrete Dimensionierung erfolgt projektspezifisch.

Wurzelschonender Wegebau: Einbau der TERRAM Geozellen

Zu Beginn werden die im Bereich der vorgesehenen Wurzelbrücke vorhandenen Wurzeln mithilfe eines Saugbaggers schonend freigelegt, um mechanische Beschädigungen weitgehend zu vermeiden. Anschließend wird unter Berücksichtigung der Lage und Ausbildung der freigelegten Wurzeln ein höhengerechtes, ebenes Planum für die Aufnahme der TERRAM Geozellen hergestellt, wobei vorhandene Zwischenräume mit geeignetem, verdichtungsarm einzubauendem Material ausgeglichen werden, ohne die Wurzeln zu kappen oder unzulässig zu belasten. Auf dem vorbereiteten Planum werden die Geozellen flächig ausgelegt, aufgespannt und mit geeignetem Schottermaterial verfüllt. Dadurch entsteht ein steifes Verbundsystem aus Geozellen und Füllmaterial, das die auftretenden Vertikalspannungen großflächig horizontal verteilt und nur reduziert in den darunterliegenden Boden beziehungsweise Wurzelraum einleitet. 

Gegenüber traditionellen Bauweisen kann ein Tragschichtaufbau mit TERRAM Geozellen von ≈60cm auf ≈30cm Gesamtaufbauhöhe minimiert werden, während der Wurzelraum langfristig geschützt wird.

Im Video zeigen wir Ihnen den Einbau unserer TERRAM Geozellen als Bewehrung für eine Feuerwehrzufahrt:

Wurzelbrücken mit TERRAM Geozellen in der Praxis

Eine Auswahl unserer Projekte

Die Funktionalität der TERRAM Geozellen im Einsatz als Wurzelbrücke konnte bereits bei einigen erfolgreich umgesetzten Projekten in der Praxis bestätigt werden. Entdecken Sie Berichte unserer Projekte von Fahrradwegen bis hin zu Feuerwehrzufahrten.

Baustelle mit Geozellen und Kastanienbaum, der geschützt wird

Erfurt: Straßensanierung mit historischem Natursteinpflaster

Die Stadt Erfurt stieß bei Sanierungsarbeiten auf Probleme durch flachwachsende Wuzeln von Bestandsgrün. Ohne eine wurzelschützende, hochbelastbare Lösung hätten Bäume gefällt werden müssen.

Feuerweht auf gepflasterter Zufahrt mit Geozellen-Unterbau

Friedeburg: Bestandsgrünerhalt bei Feuerwehrzufahrt

Das Gelände der Feuerwehr Friedeburg musste erweitert werden. Das Baufeld ragte bis in den anliegenden Grünstreifen mit alten Bestandsbäumen hinein. Um das Bauvorhaben wie geplant umzusetzen sollten Bäume gefällt werden.

Aufgespannte Geozelle bei Waldwegbau-Projekt

Blankenburg: Sanierung des Euroradweg R1

Viele Teile des Euroradweges R1 müssen aufgrund von Verschleiß erneut werden. Das Ziel: eine nachhaltige und sichere Lösung um Wurzeln auf Waldwegen zu schützen, und Risse in den Wegen durch Wurzeldehnung zu vermeiden.

Geh- und Radweg in Nutzung

Marktredwitz: Fahrradwegsanierung

Wurzelräume entlang von Alleen sind besonders sensibel und benötigen hochwertigen Schutz. Tiefer Aushieb ist unmöglich, wodurch der Flache Geozellen-Aufbau ideal für den Wurzelschutz geeignet ist.

Margetshöchheim: Neugestaltung Mainpromenade

Das wichtigste bei diesem Projekt war es, eine versiegelungsfreie und flutsichere Wegedecke zu schaffen. Durch die Bewehrung mit den Geozellen konnte dieses Ziel erreicht werden.
 

Häufig gestellte Fragen

Eine Wurzelbrücke ist eine lastverteilende Konstruktion, die oberhalb eines schützenswerten Wurzelraums hergestellt wird. Sie ermöglicht die Nutzung der Fläche durch Bau- oder Transportfahrzeuge oder als Tragschicht für Verkehrswege, ohne die darunterliegenden Baumwurzeln durch starke Bodenverdichtung, Setzungen oder unmittelbare mechanische Belastungen erheblich zu schädigen.

Bei einer Geozellen-Wurzelbrücke werden TERRAM Geozellen flächig über dem vorbereiteten Wurzelraum ausgelegt, aufgespannt und mit geeignetem Schottermaterial verfüllt. Die Zellwände verhindern das seitliche Ausweichen des Füllmaterials und verteilen die auftretenden Vertikalspannungen großflächig. Dadurch entsteht eine formstabile Tragschicht, die den darunterliegenden Wurzelraum entlastet.

Zu Beginn werden vorhandene Wurzeln im Bereich der geplanten Konstruktion mithilfe eines Saugbaggers schonend freigelegt. Anschließend wird unter Berücksichtigung der Lage und Ausbildung der Wurzeln ein höhengerechtes Planum hergestellt. Darauf werden die Geozellen ausgelegt, aufgespannt und mit einem geeigneten Füllmaterial verfüllt, sodass eine belastbare und lastverteilende Tragschicht entsteht.

Beim Wurzelschutz im Wegebau kommt es darauf an, Verkehrslasten möglichst gleichmäßig zu verteilen und eine Verdichtung des Wurzelraums zu reduzieren. Geozellen stabilisieren das Füllmaterial innerhalb der Zellstruktur und verhindern dessen seitliche Verlagerung unter Radlasten. Dadurch lassen sich Verformungen und Setzungen gegenüber einem herkömmlichen, unbewehrten Schotteraufbau deutlich vermindern.

Traditionelle Bauweisen benötigen einen höheren Aufbau von ca. 60cm und dadurch mehr Material und einen tieferen Aushub, der oftmals bautechnisch nicht möglich ist. Bei einer Wurzelbrücke mit Geozellen wird der Schotter innerhalb der Zellstruktur fixiert, sodass bereits bei geringerer Aufbauhöhe eine hohe Formsteifigkeit erreicht werden kann. Gleichzeitig werden Baumaterial eingespart, Setzungen reduziert und die Belastungen auf den Wurzelraum großflächiger verteilt.

Der Baumschutz im Wegebau ist besonders wichtig, wenn temporäre oder dauerhafte Wege durch den Wurzelbereich bestehender Bäume geführt werden. Ohne geeignete Schutzmaßnahmen kann es durch Bodenverdichtung, Materialverlagerungen und hohe Radlasten zu Beeinträchtigungen des Wurzelraums kommen. Eine geozellenbewehrte Wurzelbrücke trägt dazu bei, diese Belastungen zu reduzieren.

Auch beim Baumschutz im Straßenbau können Geozellen als Bestandteil einer lastverteilenden Tragschicht eingesetzt werden. Sie eignen sich insbesondere für Bereiche, in denen bestehende Wurzeln erhalten und gleichzeitig Verkehrs- oder Baulasten aufgenommen werden müssen. Die konkrete Ausführung richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten, der Lage der Wurzeln und der zu erwartenden Belastung.

Ja. Eine temporär hergestellte Wurzelbrücke, etwa für die Nutzung als Baustraße,  kann nach Abschluss der Baumaßnahme vollständig zurückgebaut werden. Die eingesetzten Geozellen-Elemente lassen sich grundsätzlich erneut verwenden, sofern ihr Zustand dies zulässt.

Ob eine Wurzelbrücke eingesetzt werden kann, hängt von den örtlichen und bautechnischen Randbedingungen ab. Entscheidend sind unter anderem die Lage und Empfindlichkeit der Wurzeln, die verfügbaren Aufbauhöhen, die vorgesehene Verkehrsbelastung sowie die Möglichkeit, ein geeignetes Planum herzustellen. Die Ausführung sollte daher projektspezifisch geplant und fachlich begleitet werden.

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